Excel-Rechnung in eine E-Rechnung umwandeln
Excel bleibt Ihr Werkzeug für Kalkulation und Rechnung. Die E-Rechnung entsteht daneben – über Ihre KI aus der Datei oder direkt aus den Tabellenzeilen über die API.
Excel ist in vielen Betrieben das eigentliche Rechnungsprogramm: Kalkulation, Positionen, Summenformeln, als PDF exportieren, fertig. Das funktioniert seit Jahren – für die E-Rechnungspflicht im B2B-Geschäft reicht es nicht mehr. Eine aus Excel exportierte PDF ist keine E-Rechnung. Ihre Tabelle müssen Sie deshalb nicht aufgeben.
Was der Excel-PDF fehlt
Eine E-Rechnung ist ein strukturierter Datensatz nach EN 16931, in Deutschland meist als XRechnung (reines XML) oder ZUGFeRD (PDF mit eingebettetem XML). Ihre Excel-PDF enthält nur das Bild der Rechnung. Die Software Ihres Kunden kann daraus weder Empfänger noch Beträge zuverlässig lesen – und genau diese maschinelle Verarbeitung verlangt das Gesetz. Welches der beiden Formate zu Ihrem Kunden passt, erklärt der Ratgeber XRechnung oder ZUGFeRD.
Wann Sie umstellen müssen, hängt vom Vorjahresumsatz ab: Unternehmen mit mehr als 800.000 € stellen ab 2027 E-Rechnungen aus, alle anderen ab 2028. Die Fristen und Ausnahmen fasst der Ratgeber E-Rechnungspflicht 2027 zusammen.
Die Excel-Falle: versteckte Nachkommastellen
Excel-Rechnungen haben eine Eigenheit, die auf Papier nie auffällt: Die Zelle zeigt gerundete Werte, rechnet aber mit allen Nachkommastellen. Ihre Zelle zeigt 12,50 €, intern steht dort 12,4983 € – und die Summenformel rechnet mit dem internen Wert. Auf der gedruckten Rechnung stimmen die Positionen dann nicht mehr exakt mit der Summe überein.
Eine E-Rechnung verlangt, dass die Summen aufgehen: Die Positionsbeträge ergeben die Nettosumme, Netto plus Umsatzsteuer ergibt den Gesamtbetrag. Die Geschäftsregeln der EN 16931 prüfen das, und eine Datei mit Widerspruch gilt als ungültig.
XRIO geht damit so um:
- Rechnen aus Ihren Werten. XRIO berechnet die Summen aus den übergebenen Positionen.
- Vergleich mit den gedruckten Summen. Übergeben Sie oder Ihre KI zusätzlich die Summen, die auf Ihrer Rechnung stehen, vergleicht XRIO sein Ergebnis damit. Weicht es ab, gibt es einen Befund – und keine Datei.
- Kein stilles Anpassen. XRIO ändert oder rundet keinen Wert eigenmächtig. Die Korrektur kommt von Ihnen.
Netto oder brutto
XRIO nimmt Netto- oder Bruttopreise je Rechnung an. Bei Bruttopreisen leitet XRIO den Nettobetrag je Position ab und setzt die Umsatzsteuer je Steuersatz als Brutto minus Netto an. Ein Beispiel mit 400,00 € brutto bei 19 %: Netto sind 336,13 €. Würde man Netto mal Steuersatz rechnen, ergäben sich 63,86 € Umsatzsteuer und 399,99 € gesamt. Brutto minus Netto ergibt 63,87 € und genau 400,00 € – den Betrag, den Sie eingegeben haben. Bei Bruttopreisen sind die gedruckten Summen deshalb Pflicht.
Weg 1: Ihre KI liest die Excel-Datei
Der schnellste Weg für einzelne Rechnungen führt über einen KI-Assistenten, der mit XRIO per MCP verbunden ist – etwa Claude Code, Cursor oder die Gemini CLI:
- Excel-Datei oder Export in den Chat geben und um eine E-Rechnung bitten.
- Die KI liest die Rechnung und übergibt die Werte an das Werkzeug
generate_invoice. Die Datei selbst geht nicht an XRIO. - XRIO erstellt und prüft die XRechnung und auf Wunsch die ZUGFeRD-PDF mit dem KoSIT-Validator.
- Bei einem Befund – etwa einer fehlenden IBAN oder einer Summenabweichung – fragt die KI bei Ihnen nach und versucht es erneut. Abgelehnte Versuche kosten nichts.
Wie Sie XRIO mit Ihrem Assistenten verbinden, steht unter E-Rechnung mit KI erstellen.
Weg 2: Tabellenzeilen direkt an die API
Liegen Ihre Rechnungsdaten ohnehin in Zeilen und Spalten, braucht es keine KI dazwischen. Ein Skript oder Ihr Programm liest die Tabelle und sendet die Rechnung als JSON an die REST-API von XRIO: Kopfdaten wie Rechnungsnummer, Datum, Verkäufer und Käufer, dazu jede Zeile als Position mit Bezeichnung, Menge, Einheit, Einzelpreis und Steuersatz. XRIO antwortet mit den erzeugten Dateien und dem Prüfergebnis – oder mit den Befunden, an welcher Stelle der Daten eine Regel verletzt ist.
Dieser Weg eignet sich für Serienrechnungen und wiederkehrende Abrechnungen. Die Felder und Beispiele für curl, Python und JavaScript beschreibt die API-Dokumentation im Portal; einen Überblick gibt die Seite E-Rechnung-API.
Was danach passiert
- Ergebnis: XRechnung als XML, auf Wunsch ZUGFeRD als PDF, dazu das Prüfergebnis des KoSIT-Validators.
- Download: Ein Link gilt 24 Stunden. XRIO hält die Dateien 7 Tage bereit und löscht sie dann – die Aufbewahrung bleibt Ihre Aufgabe.
- Kosten: 0,25 € netto pro erstellter E-Rechnung; abgelehnte Versuche sind kostenlos. Mit 5 € Startguthaben erstellen Sie 20 E-Rechnungen.
- Verantwortung: XRIO erstellt die Datei ausschließlich aus den übermittelten Daten. Für den Inhalt der Rechnung bleibt der Rechnungssteller verantwortlich.
Eine fertige Datei von XRIO können Sie jederzeit kostenlos mit dem XRechnung-Validator gegenprüfen.